Wie so häufig in unseren Urlauben fällt unser Hochzeitstag mittenhinein in diese Zeit. Und auch dieses Mal ist der Hochzeitstag ein sogenannter „Fahrtag“ – also ging es von Kingston über „Upper Canada Village“, einem aus der Zeit gefallenen, künstlich zusammengstellten Dörfchen, das dem 18. bzw. 19. Jahrhundert in der dortigen Gegend nachempfunden wurde, in Richtung Montréal. Wir übernachteten schließlich in St-Mathieu-de-Beloeil, ca. 30 km außerhalb von Montréal.



Vom der eher schlichten Freimaurerloge über eine Schmiede bis hin zur dörflichen Schreinerei hat das Upper Canada Village so ziemlich alles zu bieten, was man sich so landläufig zum dem Thema vorstellt.


Auch eine Taverne und eine Kirche, beide nur zu Schauzwecken in Betrieb, hat man teils von weit her gebracht. Will heißen: Die Gebäude standen irgendwo anders, wurde abgebaut und komplett hier wieder aufgebaut. Zum Zwecke einer Art lebendigen Museums, inklusive Menschen, die sowohl in der passenden Kleidung als auch in ihrem Gehabe scheinbar oder wie im Falle der Handwerker sogar tatsächlich ihren damaligen Aufgaben nachgehen. Im Falle der Handwerker sogar mit der Möglichkeit für (meist jugendliche) Besucher zum Mitmachen.



Nach dieser netten Abwechslung ging es noch etwa zwei Stunden weiter in Richtung unseres Tagesendziels, dem Campingplatz „Alouette“ – was wie jeder aus dem hinlänglich bekannten französischen Kinderlied „Alouette, gentile, Alouette“ weiß, Lerche bedeutet.
Mal sehen, was uns das in Anlehnung an William Shakespeares Romeo und Julia (3. Akt, 5. Szene) in dieser Nacht lehren mag…



Tag drauf! Alles gut – keine Todesstrafe, Ornithologen leben länger!
Weiter geht es in Richtung Québec. Mit einem kurzen Stopp in Trois Rivières zwecks Frühstück (gegen 13 Uhr) und einem kurzen Stippvisite in dem (140.000 Einwohner) netten Städtchen! Wirklich sehenswert, wenn auch voller Baustellen, was die Fahrt mit einem RV nur unwesentlich vereinfacht. Doch was solls, wir machen das ja nicht zum ersten Mal und finden deshalb nach den klassischen Panneaux ¸Route barré“, „Route desolé“ & Route demolé“ mit ein wenig Glück die Ausfahrt zum Highway und nach weiteren zwei Stunden sind wir auf unserem Campground für zwei Nächte „Camping de la Joie“ – nix mit Ode, nur Joie! – gelandet und machen uns jetzt daran, unsere Neuerwerbung von Black und Decker samt nagelneuem Verlängerungskabel (diesmal dreipolig, weil nicht ganz so schmoranfällig…) auszuprobieren. Untenstehendes Bild beweist: Es gab Abendessen!

Morgen geht es dann ins Städtle“ – Québec hat über eine halbe Million Einwohner, wir lassen uns überraschen. Bis dahin, bonne nuit et à tout à l’heure.
