Nach einer empfangsarmen Nacht haben wir uns aufgemacht in den Kouchbouguac-Nationalpark. Keine Bange, wir können das auch nicht aussprechen, hübsch war es dort aber schon. Wenn auch eher ein wenig verlassen. Das könnte einerseits an der Jahreszeit liegen, weil hier noch ziemlich alles mehr oder weniger im Winterschlaf liegt oder einfach an dem Umstand, dass hier auch sonst nicht allzuviel los ist.



Hier waren aber tatsächlich sowohl Wardens als auch niedrigere Chargen anwesend und ansprechbar und mit Informationen wurde nicht gegeizt. Wir fühlten uns als „Kunde“, nicht als Störfaktor – schön! Wir haben dann den angebotenen Holzdammweg in Richtung Küste genommen. Nicht sehr lang, aber ausgesprochen hübsch gemacht. Empfehlenswert als kleiner „Beinevertreter“ nach einer etwas längeren Autofahrt.


Dann ging es an diesem Tag auch schon Richtung Nachtquartier. Die Fahrt zog sich und wir waren gar nicht böse, als wir einen wirklich super Platz direkt am Wasser gefunden hatten. Es war zwar mächtig windig, was in Küstennähe durchaus normal ist, aber auf jeden Fall keine Bugs. Und dort haben wir uns dann nieder gelassen.







Ein kurzer Spaziergang am Strand, ein bisschen die frische Meeresprise schnuppern und dann rein in den wohl geheizten RV – dass uns diese eher lange Heizperiode in der kommenden Nacht temperaturtechnisch das Genick brechen sollte, wussten wir da noch nicht. Das Fahrzeug ist mit zwei 7,7 kg Propanflaschen ausgestattet. Die sind leider nur draußen von Hand umschaltbar und man weiß erst dann, dass eine Flasche leer ist, wenn entweder der Kühlschrank warm oder die Bude kalt ist. Beides eher unschön. In dieser Nacht war Zweiteres der Fall. Gegen sieben in der Früh haben wir festgestellt, dass die Heizung kalt bläst, wohl schon die halbe Nacht… Also, rausgehen, Flasche umschalten, kalte Hütte aufheizen, grummeln, weitermachen. Gut ist anders… Aber egal, wir wollten ja campen gehen! Morgen wird alles besser!
