Tag 13 – Fahrt nach Caraquet

Und so (siehe unten) sieht der Campingplatz von vergangener Nacht ohne Platschregen aus. Recht hübsch gelegen, angenehm leise trotz Straßennähe und die Infrastruktur konnte sich auch sehen lassen. Zwar ist die Mülltrennung hier noch etwas unverständlich von uns. Am wahrscheinlichsten läuft es nach dem Motto „Brennt oder brennt nicht“ – und brennen ist nur eine Frage der Temperatur… Aber das soll nicht unser Problem sein.

Wir machen uns auf Richtung Caraquet, am Ende des Tages wollen wir auf dem Campingplatz Colibri unser RV aufstellen und bis dahin gehört die Straße uns. Es ist nicht verwunderlich dass man bei eine Reise entlang des St. Lorenzstromes und später dann des St. Lorenzgolf und schließlich des Atlantiks so manch Maritimes zu sehen bekommt. Was aber auffällt, ist der Umstand, dass hier deutlich mehr Boote an Land zu finden sind als ansonsten üblich. Teilweise sind sie nicht mehr wassertauglich und werden als touristische Attraktion bzw. Wegweiser benutzt, andere warten wohl auf ihre Wiederbenutzung in bisheriger Art und Weise. Man weiß es manchmal einfach nicht, ob das Boot einfach nur an der Stelle vergessen wurde oder ob da noch mal was passiert.

Aber natürlich gab es auch Brücken und Leuchttürme auf unserem heutigen Weg, der uns schließlich nach New Brunswick über die Zeitzonengrenze führte. Unser Lunchstopp war bei „Chez Mamie Yoyo“ in Pointe à la Croix. Es nannte Käpt’n Platter und bestand aus Fisch, Muscheln, Garnelen und Pommes – eine frittierte Mittagsplatte sozusagen. Als Nachtisch gab es ein Softeis. Das mit den Vitaminen erledigen wir ein anderes Mal.

Unser letztes Etappenziel vor dem Campingplatz hat den eingängigen Namen „Pokeshaw Rock“ – der geht möglicherweise auf den First-Nation-Namen des Felsensembles zurück, der den Namen der dort über 3000 Jahre ansässigen Gemeinschaft als „Pooksaak“ getragen haben soll, was so viele bedeutet wie „Loch in einem langen, schmalen Stein“…

Dann haben wir es geschafft, der fast Offline-Campground COLIBIRI ist erreicht! Sowohl Mobilfunk als WLAN sind eher zum Zusehen gedacht – man kann jedes einzelne Bit beim ankommen und abgehen deutlich beobachten, deshalb gibt es heute Abend auch keinen neuen Bericht, sondern erst morgen oder übermorgen oder dann, wenn einfach wieder Netz vorhanden ist. Jetzt gibt es erstmal Offline-Abendessen und dann empfangsunabhängiges Ausschlafen… Bis die Tage oder einfach: Sleep well! Wir sind wieder mehrheitlich englisch unterwegs.