Tag 3 – RV-Übernahme/Fahrt nach Kingston

Am dritten Tag unseres diesjährige Kanadaurlaubs geht es ans Koffer packen und Aufbruch in Richtung Fraserway zur Übernahme unseres RV. Um genau zu sein: des „Truck Camper Slide Bunk“. Will heißen ein Ford 450 mit Schneckenhauscamper auf der Ladepritsche. Klingt putziger als es ist. Das Gefährt hat mehr Hubraum als die meisten deutschen PKW auf 100 Kilometer verbrauchen – 6,7 Liter!

Doch zuerst galt es vom Hotel Riu Plaza in Toronto nach Cookstown zu gelangen, wo die Vermietstation ansässig ist. Normalerweise lässt man sich zu diesem Behufe am Hotel abholen und direkt nach dorthin verbringen. In Toronto weit gefehlt! Hier werden nur der Flughafen und ausgewählte Flughafenhotels bedient, was man bei DERTour allerdings geschickterweise irgendwo in einer 19-seitigen AGB-Schrift hinterlegt hat, die im Regelfall eh keiner liest. Wir auch nicht. So kam es zu einem Diskussiontelefonat mit Fraserway, die uns glaubhaft versichern wollten, dass dies versicherungstechnische Gründe habe. Langer Rede, kurzer Sinn, wir brauchten eine Fahrgelegenheit für die ca. eine Stunde lange Fahrt. Den Zuschlag bekam nach preislichen und technischen Überlegungen die Firma UBER. Ein netter Fahrer wurde uns zugeteilt, der versicherte, dass sein Tesla Y uns samt Gepäck verladen könne – und er sollte Recht behalten.

Nach ca. 75 Minuten waren wir tatsächlich bei Fraserway und wir wurden von zwei netten Damen begrüßt und relativ zügig ging der Check-In-Prozess von statten. Wir haben das ja auch nicht zum ersten Mal gemacht. Fahrzeugübergabe, kurze Einführung, Gepäck einräumen, Kleinigkeiten klären wie Rückgabeuhrzeit, Tankfüllung, Transfer zum Flughafen wegen Rückflug. Aber das ist erst in drei Wochen so weit. Jetzt geht es auf die Piste. Stopp Nr. 1 Walmart. Kühlschrank füllen. Stopp 2 Liquor Store. Danach Campingplatz in der Umgebung abklappern, ob trotz Victoriaday-Wochenende etwas frei ist. Natürlich nicht. Also Anruf in Kingston, wo wir für die Nächte 2 bis 4 bereits online vorgebucht hatten, was aber ca. 3 Stunden Fahrt entfernt ist und es ist bereits 18.30 Uhr. Glück gehabt. die haben noch ’ne Ecke für eine Nacht frei. Danach geht es auf den vorgebuchten Platz. Und los! Gegen 22.15 Uhr sind wir da und alles ist gut. Auf zur ersten Nacht im Camper.

So lässt es sich schlafen. Zwei Meter lang, 1,85 Meter breit – für zwei Erwachsene passend. Bis morgen früh. Dann treffen wir Stephan und Clare, unsere kanadische Verwandtschaft und die bringen uns vrsl. zu Clares Vater, der tagsdrauf seinen 83. Geburtstag feiern wird, weshalb wir gerade rechtzeitig angekommen sind.