Tag 9 – Québec-Stadt

Heute lassen wir uns in aller Frühe (13.00 Uhr Ortszeit) vom Campingplatz eigenen Shuttleservice in die Stadt bringen. 10 $ pro Kopf und Richtung, also 40 für uns zwei hin und zurück. Einfacher als mit dem Camper reinfahren und wahrscheinlich auch billiger als Parkgebühren zahlen zu müssen. Mal sehen, was Québec zu bieten hat.

Die Hauptstadt der Provinz Québec namens Québec – wie einfallsreich – verdient sich neben Provinzhauptstadt und Großstadt durchaus die Bezeichnung pittoresk. Groß, alt, und tatsächlich teilweise wie gemalt stehen die alten Mauern da, angeführt natürlich vom Chateau Frontenac, dem Eisenbahnhotel mit unangemessenen Preisen, wahrhaft mittelalterlich anzusehen, innendrin eine Mischung aus Baden-Baden und neureichen Schnöseln unterschiedlichster Nationalität. Ansonsten, sehr empfehlenswert sind die dort verbauten Nasszellen, Handcreme inklusive – und das ganze auch für normale Touristen kostenfrei. Danke dafür!

Wir haben uns – wie bei fast jeder Städtetour – zuerstmal den Hopon-Hopoff-Bus gegönnt. 90 Minuten durch die Stadt chauffiert werden, in 10 Sprachen die Sehenswürdigkeiten, geschichtlichen Hintergründe und einiges mehr anpreisen lassen und dabei zwei freien Hände zum filmen und fotografieren. Praktisch und hilfreich wie immer. Danach hat uns der Hunger gepackt, wir sind in ein nettes Bistro und haben Tagessuppe bzw. Poutine gehabt. Wer Poutine nicht kennt – Pommes mit Soße – manchmal mit, manchmal ohne Fleischbeilage in irgendeine Form, aber auf jeden Fall mit von der Soße bedecktem, zerflossenen Käse. Hier zählt der alte Spruch: „Morgen bestellen wir etwas Kürzeres!“

So frisch gestärkt gingen wir dann zu Fuß noch mal den Festungsanlagen entgegen. Stramm Berg auf und dann oben entlang, bis uns Baustellensschilder vom Weiterkraxeln abhielten. Auch hier wie überall Baustellen, wo man hinsieht…
Als wir vom Chateau Frontenac in Richtung unseres Shuttleabholplatzes gingen, stand uns gegenüber der unten zu sehende Fiaker québecois mit seinem Malinois, der ganz offensichtlich den Auftrag hatte, Kutsche und Pferd zu bewachen. Und diesen Auftrag hat er sehr ernst genommen. Das Häuschen daneben mit dem roten Dach ist das Restaurant zum alten Kanada, offenbar Originalarchitektur aus der Gründerzeit – wahrhaft hübsch anzusehen.

Fürs erste Mal sollte es dann auch genügen. Also haben wir unser Abholshuttle vom Campingplatz bestellt, sind gegen 18.30 Uhr gemütlich heimgeschaukelt und haben den Rest des Abends im RV verbracht, unsere Blogseite serverseitig abgeschossen, mit Hoster in Karlsruhe telefoniert. Die waren begeistert, bei denen war es Halbfünf in der Früh, Nachtschicht! Doch nach kurzer Diskussion bzgl. Unfähigkeiten, Serverabstürzen, und Datenbankcrashes hat der junge Mann Einsicht gezeigt und seinen Job gemacht. Darum gibt es diese Seite jetzt auch… und hoffentlich auch die restlichen zwei Wochen. Daumen drücken!